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Wie du Bodyshaming diesen Sommer endgültig die Stirn bietest

In vielen Städten hing zuletzt Werbung für ein Sonderangebot einer Fitnessstudio-Kette. „Erst die Arbeit, dann der Sommer“, steht groß darauf, daneben das Bild einer durchtrainierten jungen Frau. Übersetzt heißt das wohl: Du bist erst dann sommerbereit, wenn du vorher geschwitzt, dich diszipliniert und deinen Körper in gesellschaftlich akzeptierter Form verändert hast.

Mal ganz ehrlich – das ist kein flapsiger Fitness-Motivationsspruch. Das ist Bodyshaming verpackt als Werbestrategie. Grund genug, genauer hinzuschauen – und dir diesen Sommer nicht von Bodyshaming, Diäten und Anpassungsdruck vermiesen zu lassen.

Was Bodyshaming wirklich bedeutet – und warum der „Sommerkörper“ ein Mythos ist

Jeden Frühling dasselbe Spiel: Auf Social Media sind die Abnehm-Vorsätze von Neujahr endlich kein Thema mehr. Doch sobald Blumen, Spargel und Erdbeeren sprießen, machen sich auch wieder Bikini-Diäten, Detox-Challenges, Beachbody-Workouts und die Frage, wie man „in Form für den Sommer“ kommt im Feed breit.

Zwischen Hot Girl Summer, That-Girl-Ästhetik, Skinnytok und der neusten Rückkehr des Heroin-Chic verlernen wir Stück für Stück wieder, dass echte Körper vielfältig sind – und dass dein Wert nicht davon abhängt, ob du in den neusten Trendkörper passt.

Doch Bodyshaming ist nicht immer laut und offensichtlich. Man erkennt es auch…

  • in vermeintlich wohlmeinenden Kommentaren wie „Du siehst viel schlanker aus – hast du abgenommen?“
  • in Werbung, die verspricht, „Problemzonen“ zu lösen
  • in dem Moment, in dem du dich fragst, ob du dich im Badeanzug zeigen „kannst“

Bodyshaming beginnt nicht erst bei Beleidigungen. Es steckt in Blicken, Erwartungen – und in dem Druck, einem Ideal entsprechen zu müssen, das nie für dich gemacht wurde.

Und nein: Das ist kein individuelles Problem. Es ist strukturell. Ein System, das davon lebt, dass du zweifelst – und Produkte kaufst, um dich „endlich richtig“ zu fühlen.

Ein paar Gedanken, die helfen können, das einzuordnen:

💡 Der „Bikini-Body“ ist eine Marketing-Erfindung.

In den 1960ern eingeführt, um Diätprodukte zu verkaufen – nicht, um dir Selbstvertrauen zu schenken. Und trotzdem hält sich die Idee bis heute: dass ein bestimmter Körper „sommertauglich“ sei. Spoiler: Jeder Körper ist das.

💡 Selbstzweifel sind keine Schwäche.

Sie kommen dir vielleicht sehr persönlich vor – aber sie wachsen in einem Umfeld, das sie täglich nährt. Bodyshaming ist der Boden, auf dem Selbstzweifel gedeihen.

💡 Auch Komplimente können Bodyshaming sein.

Wenn „dünn“ automatisch als „besser“ gilt, ist selbst das freundlichste Lob nicht neutral. Und oft bleibt dann nur noch Unsicherheit zurück: „War ich vorher nicht okay?“

💡 Du musst dich nicht schämen, wenn du dich schämst.

Du bist nicht „zu empfindlich“. Du bist nicht „selbst schuld“. Die Scham, die du manchmal spürst, ist kein persönliches Versagen – sondern ein Zeichen dafür, wie tief diese Botschaften greifen.

Realtalk: Wie tief sitzt der Bikini-Body-Druck in deinem Kopf?

Wie sieht das eigentlich bei dir aus – wie sehr hat sich der Druck, in die gesellschaftliche Norm zu passen, in dir festgesetzt?

👉 Welche Botschaften fallen dir auf? Welche Sätze auf Plakaten, in Magazinen oder in Gesprächen lassen dich aufhorchen?

👉 Wem folgst du auf Social Media – und warum? Gibt es Inhalte, die dich eher runterziehen als inspirieren?

👉 Was hörst du von Partner:in, Eltern, Freund:innen? … und wie interpretierst du, was du hörst?

👉 Durch welche Regeln machst du dir selbst das Leben schwer? „Ich zieh erst dann einen Bikini an, wenn…“ – Woher kommen diese Gedanken? Und brauchst du sie wirklich?

Das passiert, wenn du es diesen Sommer anders machst

Stell dir vor: Ein warmer Julimorgen, die Sonne scheint durchs Fenster und wärmt dein Gesicht. Dein Kind hüpft voller Vorfreude ins Zimmer: „Mama, gehen wir heute an den See?”

Früher hättest du gezögert. Überlegt, ob du dich im Badeanzug wohlfühlen kannst. Ob du dich zeigen „solltest“. Vielleicht hättest du sogar abgesagt, obwohl du eigentlich Lust hattest.

Aber dieses Mal?

Du packst die Badetasche, ziehst dein Lieblingskleid drüber und los geht’s.

Du liegst auf der Picknickdecke, schleckst ein Eis, lachst mit deinem Kind und merkst plötzlich: Du denkst nicht daran, wie du aussiehst. Du bist einfach da – ganz im Moment.

Und genau das passiert, wenn du dich nicht länger vom Bodyshaming verunsichern lässt:

✨ Du gewinnst Leichtigkeit zurück.

✨ Du hörst auf, dich zu verstecken oder zu rechtfertigen.

✨ Du genießt die unbeschwerten Sommertage, nach denen du dich im Winter sehnst. (Kennst du Frederick, die Maus, die im Sommer Sonnenstrahlen für den Winter sammelt? Genau das bist du gerade – du sammelst Leichtigkeit für graue Tage. ☀️)

✨ Und das Beste: Du wirst für dein Kind zu dem Vorbild, das du dir früher selbst gewünscht hättest.

Sommer, Sonne, Selbstsicherheit – so klappt’s

Mit diesen Schritten bist du auf dem richtigen Weg, dich vom Bodyshaming-Druck zu lösen:

1. Mache dir bewusst: Der Großteil der Frauen ist unsicher im Bikini – es liegt also nicht an dir

„Alle starren mich an…“, „Jeder schaut auf meinen dicken Hintern”, „Die machen sich garantiert lustig über mich”.

Lass uns mal kurz ganz realistisch drauf schauen: Ja, es wird immer jemanden geben, der kritisch über dich bzw. deinen Körper denkt. Das hat mit dir aber nichts zu tun, sondern mit der Person selbst und mit der Gesellschaft, in der wir leben und für die das so normal ist.

Was aber unter Garantie nicht passiert, ist, dass jeder einzelne Mensch auf der Welt (oder im Schwimmbad) ausschließlich auf dich achtet.

Warum ich mir da so sicher bin?

Weil die allermeisten Frauen im Bikini so unsicher sind wie du – und sich ausschließlich damit beschäftigen. So wie du dir Gedanken machst, was die anderen über dich denken, machen sich auch die anderen Gedanken, was man über sie denkt. Da ist, wenn überhaupt, nur ganz wenig Platz, um sich auch noch mit anderen Leuten zu beschäftigen.

Wenn wir schon dabei sind: Patriarchale Strukturen lassen grüßen. Das ist kein Zufall – sondern ein systemischer Mechanismus. Wenn Frauen mit unrealistischen Körperbildern konfrontiert werden, sich deshalb übermäßig viel mit ihrem Körper beschäftigen und sich gegenseitig erniedrigen, haben sie keine Kapazität, sich zu solidarisieren, zusammenzuschließen und für sich selbst und ihre Rechte einzustehen.

2. Hinterfrage deine Social-Media-Nutzung und erziehe deinen Algorithmus

Dein Algorithmus zeigt dir, was du ihm beibringst. Habe ich gestern erst wieder gemerkt, als ich mir zwei Kuchenrezepte abgespeichert habe und plötzlich der komplette Feed voller Kuchen-Posts war. 😅 Also: Entfolge, was dich stresst – und folge Accounts, die dich wirklich stärken und die dir zeigen, wie unterschiedlich Körper aussehen dürfen. Und das in allerlei Hinsicht: Körperform, Körpergröße, Hautfarbe, Auffälligkeiten und Behinderungen. Gewöhne dein Gehirn an Diversität!

Frage dich auch gern einmal, wofür du Social Media nutzt. Zum Connecten? Für Inspiration (Stichwort Kuchen)? Oder zum Vergleichen?

Sich hin und wieder mit anderen zu vergleichen ist etwas total Menschliches und absolut normal. Wenn es aber dazu führt, dass du dich dauerhaft besser (durch Abwertung anderer) oder schlechter (durch Abwertung deiner Selbst) fühlst, dann ist es vielleicht an der Zeit für eine Social-Media-Pause…

3. Arbeite gezielt an einem gesunden Körperbild

Bodyshaming-Botschaften, Kommentare und Blicke machen dir ab dem Zeitpunkt weniger (oder gar nicht mehr!) zu schaffen, in dem du deinen eigenen Körper akzeptiert hast. Akzeptanz bedeutet: Ich nehme die Dinge so an, wie sie sind, und erspare mir weiteres Leid, das ich hätte, wenn ich länger dagegen ankämpfen würde.

Ein gesundes Körperbild entsteht natürlich nicht über Nacht. Ein erster, sehr wichtiger Schritt ist es aber, dich selbst bzw. deinen Körper nicht länger abzuwerten. Weder nach außen, noch nach innen. Soll heißen: Kommentare wie „So eine Hose könnte ich mit meiner Figur nie anziehen!” und Gedanken wie „Meine Arme sind einfach ekelhaft schwabbelig…” halten ein negatives Körperbild aufrecht. Sobald dir so etwas auffällt, sage dir: „Ah spannend, wie ich über die Jahre gelernt habe, mich für mein Aussehen abzuwerten. Ab jetzt läuft das anders. Mein Körper ist okay, wie er ist.”.

Achtung: Es geht nicht darum, dir so etwas zu sagen wie “Ich liebe meinen Körper”! Wir wollen realistisch bleiben. Liebe ist verdammt viel verlangt – und gar nicht nötig. Akzeptanz genügt vollkommen, um etwas zu verändern.

Extra-Tipp: Zwei Tools gegen Bodyshaming

Für schnelle Hilfe bei blöden Kommentaren

👉 eBook „Souverän Grenzen setzen: Schluss mit ungewollten Kommentaren zu deinem Körper und Essverhalten“ (30 €)

Ideal, wenn du auf fiese Sprüche, gut gemeinte Ratschläge oder unangenehme Nachfragen endlich souverän reagieren willst.

➡️ Du bekommst:

  • fertige Antwortsätze für typische Body-Kommentare
  • konkrete Strategien für verbale Grenzsetzung
  • Bonus: extra Tipps für Mamas, die verbale Grenzüberschreitungen gegen ihr Kind nicht durchgehen lassen wollen

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Für echte, langfristige Veränderung

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Perfekt, wenn du dauerhaft raus willst aus der Bewertungsschleife, um endlich Frieden mit deinem Körper zu schließen.

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Sarah Bock

Hey, ich bin Sarah 👋

B.A. Erziehungswissenschaft

M.A. Verhaltensorientierte Beratung

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (i.A.)

Ich unterstütze Frauen wie dich, die sich aus der endlosen Diätspirale befreien möchten, dabei, ihr Essverhalten nachhaltig zu verändern und Frieden mit ihrem Körper zu schließen. Gemeinsam lösen wir die Muster auf, die dich bisher zurückgehalten haben: Essanfälle, Schuld, Scham, das Gefühl, nicht genug zu sein.

 

Mein Ansatz zeigt dir, wie du Essen wieder mit Leichtigkeit, Genuss und Freude erleben kannst – ohne Verbote, ohne heimliches Essen und ohne ständigen Kampf mit dir selbst.

 

Mit einer Kombination aus wissenschaftlichen Methoden und individueller, gewichtsneutraler Begleitung helfe ich dir, als selbstbewusste, zufriedene Version deiner selbst ein Vorbild für die nächste Generation zu sein.

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